Stadtgeschichte Feldkirchs
Sonnig und fruchtbar, verkehrsgünstig gelegen, hatte das Gebiet an der Ill schon vor langer Zeit die Menschen angezogen. „Feldkirichun“ wird erstmals im „rätischen Urbar“ – einem Besitzverzeichnis von 842 – erwähnt. 1218 ist Feldkirch erstmals urkundlich als Stadt genannt, nachdem diese von Graf Hugo von Montfort um 1200 gegründet wurde. Um 1260 ließen die Grafen von Montfort die Schattenburg, das Wahrzeichen der Stadt, erbauen.
Der letzte Graf von Montfort, Rudolf V., der erbenlos war, verkaufte Feldkirch und seinen gesamten Besitz den Habsburgern und eröffnete so der Stadt auch die österreichische Geschichte. 1925 bekam die Montfortstadt Zuwachs – die Orte Levis, Altenstadt, Gisingen, Nofels, Tosters und Tisis – wurden Stadtteile. Seither ist die Einwohnerzahl auf über 33.000 gewachsen. Heute ist das Vorarlberger Städtchen mehr denn je aktueller Treffpunkt und beliebter Ferienort.
Wer sich für die Geschichte Feldkirchs interessiert, dem sei das Schattenburgmuseum ans Herz gelegt. Die Idylle des Burghofes, der Ausblick über die Dächer von Feldkirch sind nur zwei von vielen unvergesslichen Details.
Jahrhunderte alte Türme und Bürgerhäuser beschützen heute noch die Stadt. Wo früher die Wehrgräben verliefen, befinden sich heute jene Straßen, die Feldkirch mit Deutschland, mit der Schweiz, dem Fürstentum Liechtenstein und den weltberühmten Skigebieten des Arlbergs und des Montafon verbinden.
Steinerne Zeugen einer lebendigen Vergangenheit begegnet man in Feldkirch auf Schritt und Tritt. Es sind die vielen verborgenen Winkel, die heute die Montfortstadt zu einem beliebten Ausflugsziel machen.
Die Neustadt am Fuße der Schattenburg mit ihren prächtigen Bürgerhäusern bildet eine schöne Kulisse für Veranstaltungen wie z.B. das Montfortspektakel, ein mittelalterlicher Markt, der jedes Jahr im Frühsommer die Zeit der Grafen von Montfort fast authentisch auferstehen lässt. Hier begeben sich jährlich über 20.000 Besucher auf eine Zeitreise ins Mittelalter. Drei Tage lang wird gelebt, gegessen und gefeiert wie vor 700 Jahren. An Ständen aus Leinen, Holz und Stroh bietet allerlei Marktvolk seine Waren preis. Ritter schlagen sich um die Gunst der Mägde und viel fahrendes Gesindel unterhält das Volk aufs Beste.
