Auf dem Jakobsweg durch Feldkirch
Eine landschaftlich und historisch reizvolle Variante des Pilgerwegs führt von Feldkirch durch das Fürstentum Liechtenstein und über Gams nach Wildhaus zum Thurweg/Toggenburg.
Die Variante des Walgau- und Jakobswegs ist sowohl über Satteins als auch über Rankweil möglich. Von Satteins-Melkboden halten wir uns an den „Walgauweg Feldkirch“ und erreichen über Göfis-Schildried die Ill. Vorbei an einer gedeckten Holzbrücke und am Illufer geht es weiter zum Ortsteil Stein, über die Landstraße auf einen Forstweg durch den Steinwald und durch die Obere Illschlucht nach Feldkirch.
Von Rankweil aus erreichen wir Feldkirch in 1 ½ Stunden auf einem schönene Höhen-Waldweg, indem wir zuerst der Wegweisung „Schloss Amberg“ und von dort den Schildern „Schattenburg“ folgen.
Das mittelalterliche Städtchen unter der trutzigen Schattenburg, einer Gründung der Montforter Grafen aus dem frühen 13. Jh., war seit jeher wichtiger Verkehrsknoten in Ost-West- und Nord-Südrichtung. Händler, Soldaten und Pilger zogen von hier über die Schweizer Alpenpässe nach Norditalien und Rom oder von Österreich in die Schweiz nach Einsiedeln. Ein Johanniterkloster aus dem 13. Jh. war früher die Pilgerstation, heute werden dort Ausstellungen zeitgenössischer Künstler gezeigt.
Feldkirch ist Sitz der Diözese
Sehenswert: Dom St. Nikolaus (15. Jh.), Schattenburg (Museum), mittelalterliche Innenstadt mit Laubengängen, Rathaus (17. Jh), Türme der Stadtbefestigung, ehem. Jesuitenkolleg Stella Matutina (19. Jh., heute Musikhochschule), Jugendstilgebäude.
Wegverlauf nach Wattwil: Von Feldkirch (Ausgangspunkt Busplatz beim Katzenturm) nach Liechtenstein bietet sich ein schöner Waldweg über den Schellenberg und auf dem dortigen „Historischen Höhenweg“ an. Wir halten uns zunächst Richtung Nofels, gehen entlang der Ill bis zur Abzweigung „St. Corneli/Schellenberg“, dort nach links und steigen zur Kirche St. Corneli mit der „Tausendjährigen Eibe“ auf (Gasthaus). Wir setzen fort über „Auf der Egg“, überqueren im Wald die Grüne Grenze nach Liechtenstein (Grenzstein) und folgen der Wegweisung „Historischer Höhenweg“ Gantenstein–Hinderschloss–Bendern. Immer wieder herrliche Aussichten aufs Rheintal, in den Walgau und die Vorarlberger und Schweizer Bergzüge. Die Heilig-Kreuz-Kapelle in Rofenberg (16. Jh., Pilgerzeichen) ist ein alter Pilgerrastplatz. In Bendern überqueren wir die Grenze nach Haag/Schweiz. Wer statt über den Schellenberg lieber in der Ebene wandert, geht über Nofels und Bangs (Naturschutzgebiet) nach Ruggell, Bendern und Haag. Der Weg führt weiter durch die Rheinebene nach Gams (Pilgerbrunnen). Dort beginnt der Aufstieg über ca. 650 Höhenmeter nach Wildhaus über Simmitobel–Alte Landstraße–Au–Brüggli–Seewis– Schönenboden/Loog–Wildenburg. Der Thurweg schlängelt sich, teils links, teils rechts entlang der Thur sanft abwärts über Wiesen, durch Wäldchen und Dörfer nach Ebnat-Kappel und Wattwil. Beidseitig steigen die Berge an und bilden eine stets wechselnde Kulisse: Churfirsten, die Ausläufer des Alpsteinstocks und Säntis. Unterwegs sind spirituelle Orte anzutreffen, u. a. die ehemalige Benediktinerabtei Alt St. Johann, die Kapelle am Rastplatz Inseli, das ehemalige Benediktinerkloster Neu St. Johann oder die gotisch-barocke Kirche von Krummenau.
Übernachtung im Kloster:
Kapuzinerkloster Feldkirch
Bahnhofstraße 4,
T 05522/72246-0
feldkirch@kapuziner.org
Übernachtung kostenlos, Spenden erbeten.
Info:
Stadtmarketing und Tourismus Feldkirch GmbH
Palais Liechtenstein, Schlossergasse 8
6800 Feldkirch
T +43(0)5522/73467
F +43(0)5522/73467-3429
tourismus@feldkirch.at


