Gemeinsam gegen Hochwasser
Einen gemeinsamen Wasserverband Ill-Walgau haben die zwölf Ill-Anrainergemeinden von Bürs bis Meiningen sowie das Land, die Asfinag, die ÖBB und die betroffenen Kraftwerksbetreiber gegründet. Ihr Ziel: Der Hochwasserschutz soll weiter ausgebaut werden. Bis zum Jahr 2015 ist ein Investitionsvolumen von über 40 Millionen Euro angepeilt.
Hochwasserschutz weiter verbessern
Die "hundertjährlichen " Hochwasserereignisse von 1999 und 2005 haben drastisch aufgezeigt, welche Schäden drohen, wenn die Ill und ihre Zuflüsse über die Ufer treten. Seit damals wurde zwar viel investiert, um den Schutz zu verbessern - es stehen aber weitere große Vorhaben an. Um ungewöhnliche Wassermengen schadlos abzuleiten, kann man prinzipiell Dämme erhöhen, die Ill eintiefen oder verbreitern. Auch Ausgleichsflächen, welche im Notfall mit dem "überschüssigen" Hochwasser gezielt geflutet werden, sind ein Rezept gegen Hochwasserschäden.Diese Maßnahmen müssen unter dem Aspekt des Umwelt- und Naturschutzes und unter Bedachtnahme beispielsweise auf die Auswirkungen für den Grundwasserspiegel sehr sensibel vorgenommen werden. Auch dürfen wasserschutzbauliche Maßnahmen das Abflussverhalten für die Unterlieger nicht verschlechtern.
Entlang der 30 Flusskilometer von der Alfenz-Mündung bis zur Mündung der Ill in den Rhein, sind unterschiedlichste topographische Verhältnisse gegeben. Es gibt z.B. Gemeinden, die kaum über Grundreserven für Rückhalteflächen verfügen. Umgekehrt profitieren z.B. von der bereits realisierten Rückhaltefläche in Göfis Schildried vor allem die Marktgemeinde Frastanz und die Stadt Feldkirch - welche sich deswegen auch bereit erklären, sich an den Kosten solcher andernorts getätigten Maßnahmen entsprechend zu beteiligen.
"Hochwasserschutz funktioniert nur solidarisch" ist Stadtrat Dir. Rainer Keckeis überzeugt, und freut sich über die einstimmige Annahme der Verbands-Statuten bei der 1. ordentlichen Mitgliederversammlung am vergangenen Donnerstag. Dabei wurde STR Keckeis - ebenfalls einstimmig - zum Obmann gewählt. Erfreut über die nach einem Jahr Vorbereitung erfolgreiche Gründung des Verbandes zeigten sich auch die übrigen Vorstandsmitglieder. Der Nenzinger Bürgermeister Florian Kasseroler als stellvertretender Obmann dazu:
