Philipp Schmutzer d.Ä.
Kompositorisches Schaffen: Orchester- und Kammermusik (u. a. Sinfonie „Hiob“, Sinfonisches Gemälde „Die Schlacht“), Bühnenwerke (unvollendete Oper „Die Brüder“), sakrale und profane Vokalkompositionen (Messen, Chöre, Lieder)
1821 am 31. Dezember wird Philipp Schmutzer in Langenau bei Kottowitz/Böhmen geboren
1836 Studium am Konservatorium in Prag bis 1840 (Violoncello)
1840 Anstellung als Orchestermusiker am Ständischen Theater in Graz
1843 Ernennung zum ausübenden Mitglied des Musikvereins
1845 Stv. Kapellmeister beim Kavallerie-Regiment Fürst Liechtenstein in Wels
1846 Beurlaubung für Konzertreisen nach Deutschland, in die Niederlande
und nach Russland; Anstellung als Cellist im Theater und beim
Musikverein Innsbruck; Violoncellolehrer
1948 Anstellung in Feldkirch als Nachfolger von Musikdirektor Georg Frick;
zu seinen Schülern zählen u. a. der aus Liechtenstein gebürtige
Komponist Josef Gabriel Rheinberger und der Feldkircher Wunibald Briem
1856 Mitwirkung als Violoncellist bei einem Konzert unter der Leitung
Franz Liszt und Richard Wagner in St. Gallen
1862 Mitbegründer und Dirigent der Feldkircher Liedertafel
1898 am 17. November stirbt Philipp Schmutzer in Feldkirch
Philipp Schmutzer (1821 – 1898) prägte das Musikleben der Stadt Feldkirch im 19. Jahrhundert als Musiker, Musiklehrer und Komponist. Bereits sein Vater Franz Anton (1790 – 1849), ein Pädagoge, war in böhmischen Adelskreisen (Kinskij) als Klavierlehrer gefragt und kompositorisch tätig gewesen. Sein musikalischer Nachlass umfasst vier Messen, ein Requiem, eine Kantate, mehrere Marienmotetten und Instrumentalkompositionen.
Philipps Söhne Anton (1864 – 1936) und Philipp d. J. (1868 – 1937) werden ebenfalls erfolgreich musikalisch tätig.
Literatur:
Getzner Manfred A., Die Musikerfamilie Schmutzer – Biographie und Werksverzeichnis. Feldkirch 1981

