Alltagsradeln in Feldkirch
Feldkirch zeichnet sich im österreichweiten Vergleich durch einen hohen Modal-Split-Fahrradanteil mit 14% aus (Mobilitätserhebungen 2008, HERRY Consult). Jedoch steckt noch viel Potential in der Förderung, da rund 50% der Autofahrten in Feldkirch kürzer als 5 km sind. Diese Distanz könnte sehr gut „erradelt“ werden. Mit dieser Motivation erarbeitete die Stadt Feldkirch mit einem Team aus Fachexperten ein Konzept für ein örtliches und überregionales Radroutennetz, um in erster Linie den Alltagsradverkehr zu fördern.
Im Gesamtverkehrskonzept für Feldkirch wurde als ein Schwerpunkt festgehalten, dass die Voraussetzungen für die Feldkircher RadfahrerInnen durch Ergänzungen im Radroutennetz und durch die Umsetzung von hochrangigen Radrouten weiter verbessert werden sollen. In das gleiche Horn stößt die „Radverkehrsstrategie Vorarlberg“, die in den Bereichen Infrastruktur, Service, Information und Kommunikation eine fahrradfreundliche Entwicklung in Vorarlberg stärken möchte.
Feldkirch war bei der Entwicklung der Vorarlberger Radverkehrsstrategie als Pilotgemeinde aktiv eingebunden. Merkmale wie Attraktivität (Erschließung, Sicherheitsempfinden, Fahrfluss) und Wahrnehmbarkeit (Radstreifen, Radweg, Markierungen) bildeten die Basis der Planungen. So entstand für Feldkirch ein Radroutennetz mit insgesamt 13 Radschnellverbindungen für den Alltagsradverkehr (siehe Abbildung anbei). Somit kann man in Zukunft nicht nur innerhalb Feldkirchs schnellst möglichst sein Ziel erradeln, sondern auch auf direktem Wege ins Ober- oder Unterland oder sogar nach Liechtenstein und in die Schweiz gelangen.
Die Gestaltung der Radwege ist in Abhängigkeit der örtlichen Verhältnisse zu sehen und wird mit dem Stand der Technik geplant. Step by step werden nun z.B. Lückenschlüsse, wie der Radweg entlang der Runastraße nach Rankweil, und eine durchgehende Signalisierung der Routen vorangetrieben.
Downloads zum Thema
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Netz der Feldkircher Hauptradrouten
(8.0 MB)
