Wettbewerb Montforthaus abgeschlossen
Die Planungsgemeinschaft Hascher-Jehle (Berlin) / Mitiska-Wäger (Bludenz) wird den Neubau des Montforthauses in Feldkirch planen: Das Büro wurde vom Preisgericht unter Vorsitz des Architekten Prof. Carl Fingerhuth einstimmig zum Sieger im europaweit durchgeführten geladenen Architekten-Wettbewerb erklärt. In Feldkirch freuen sich Vertreter aller Parteien, die in den Prozess eingebunden waren, auf die Realisierung des Projektes.
„Der Baukörper und sein Erscheinungsbild reagieren überlegt auf die bestehende Altstadtsituation. Das Gebäude erscheint maßstäblich und weich, es fügt sich in Bezug auf die Baukörpersituierung und Einbindung in das umgebende Platz- und Straßengefüge harmonisch ein. Die geschaffenen Außenräume werden in Proportion gut formuliert“, heißt es in der Begründung der Jury.
Drei Jahre andauernder Prozess
Bürgermeister Mag. Wilfried Berchtold ist überzeugt, dass auch die Feldkircher „Ja“ zu ihrem neuen Montforthaus sagen werden: Der Juryentscheidung zum Wettbewerb vorangegangen ist ein fast drei Jahre dauernder Prozess, in den Fachleute, Vertreter aller politischen Parteien und die interessierte Bevölkerung eingebunden waren.
Nach einer gründlichen Analyse der Ist-Situation, die beim 1975 errichteten Montforthaus Handlungsbedarf aufgezeigt hatte, wurden Kosten und Nutzen von drei Varianten gerechnet und verglichen. Gegenüber einer reinen Sanierung (Kostenschätzung 10,1 Millionen Euro) oder einem Umbau des Montforthauses (Kostenschätzung 25,2 Millionen) bietet der Neubau bei einem Aufwand von rund 30 Millionen Euro die Chance, grundlegende strukturelle Defizite des bestehenden Hauses zu beseitigen.
Das neue Haus wird alle Ansprüche an ein modernes multifunktionales Veranstaltungszentrum erfüllen. Vom Neubau werden, da waren sich die Jurymitglieder einig, auch wichtige städtebauliche Impulse gesetzt.
Baubeginn 2012 wird anvisiert
Die vorgesehenen und vorgeschriebenen Verfahren selbst werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen (Detailplanung, Genehmigungen, Befassung und Be-schlüsse der Gremien, Ausschreibungen etc). Ein Baubeginn 2012 gilt nach wie vor als ehrgeiziges Ziel.
Finanzen: Kein Luxusprojekt!
„Dieses wichtige Zukunftsprojekt muss aber finanzierbar sein“, betont Bürgermeister Berchtold. Ein neues Montforthaus wird keinesfalls als Luxusobjekt, sondern zweckmäßig und den Bedürfnissen der Stadt angemessen ausgestattet.
„Dafür hat sich Feldkirch durch die solide Finanzpolitik der letzten Jahre einen gewissen finanziellen Spielraum erarbeitet. Keinesfalls werden andere wichtige Projekte wegen des Montforthauses hintangestellt“, so Berchtold.
Mehr Infos zu der Planungsgemeinschaft auf http://www.hascherjehle.de/ oder www.mitiska-waeger.com!

