Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs)
An dieser Stelle werden wir fortlaufend jene Fragen beantworten, die im Zuge des Planungs- und Bauprozesses am häufigsten gestellt wurden:
Fragen betreffend die Entscheidung für einen Neubau:
- Wieso braucht Feldkirch ein neues Kultur- und Kongresszentrum?
Im Jahr 2007 wurde ein Gutachten zur Wirtschaftlichkeit einer Sanierung bzw. eines Neubaus eingeholt. Es hat klar gezeigt: 10 Mio. Euro müssten investiert werden, damit der Betrieb des Hauses für weitere 10 Jahre gesichert werden kann. Dieser Summe stehen Investitionen von mehr als 30 Mio. Euro gegenüber, mit denen Feldkirch nicht nur eine Sanierung auf 10 Jahre, sondern vielmehr ein vollkommen neues Haus erhält, das künftig alle Ansprüche an ein modernes, multifunktionales Veranstaltungszentrum erfüllen kann.
Das neue Montforthaus wird ein wichtiger Faktor für das Zentrum von Feldkirch sein. Die Angebote des Montforthauses und das Angebot der Innenstadt mit Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten, etc. ergänzen sich perfekt.
- Was sind die Vorteile des neuen Montforthauses gegenüber dem Alten?
Das neue Montforthaus wird ein multifunktionales Haus sein, das Raum für unterschiedlichste Veranstaltungsarten gibt: Messen, gesellschaftliche Ereignisse, Konzerte, Veranstaltungen von Vereinen, Schulbälle, Vorträge, etc.
Das neue Montforthaus gibt Feldkirch einen städtebaulichen Impuls, indem sich moderne Architektur in das einzigartige Ensemble der Altstadt direkt unter der Schattenburg einfügt.
- Warum ist die Sanierung des alten Gebäudes nicht sinnvoll?
Beim derzeitigen Montforthaus sind dringende bauliche Maßnahmen notwendig. Die vorgegebenen Sicherheitsstandards steigen stetig. Das Montforthaus kann diesen nicht mehr gerecht werden und wenn nichts getan wird, könnte es schon bald geschlossen werden.
Investitionen von 10 Mio. Euro wären notwendig, um den Betrieb des Hauses für weitere 10 Jahre zu sichern. Doch spätestens dann, würde die Diskussion von Neuem entstehen und dadurch ein Neubau nur aufgeschoben, jedoch nicht aufgehoben werden.
- Wieso erfolgt der Neubau am selben Standort in der Innenstadt wie das bestehende Montforthaus?
„Die Entscheidung über die Zukunft des Montforthauses ist weit mehr als nur die Entscheidung über ein neues Feldkircher Bauprojekt. Denn das Montforthaus als Veranstaltungs-, Kultur- und Kongresshaus wird zweifellos mit ausschlaggebend sein, wenn wir erreichen wollen, dass Feldkirch auch künftig nicht nur Zentrum in der Region bleibt, sondern diese Stellung auch weiter ausbauen kann“, so Bürgermeister Mag. Wilfried Berchtold.
Das Montforthaus zeichnet aus, dass es direkt in der Altstadt liegt und somit wichtige Impulse für das Angebot in der Innenstadt setzt. Es steigert die Attraktivität der Innenstadt und durch seine zentrale Lage ist es durch öffentliche Verkehrsmittel sehr gut erschlossen.
Rahmenbedingungen:
- Was kostet das Montforthaus NEU?
Die Errichtungskosten - Stand Indexierung September 2011 - werden mit einer Genauigkeit von +/- 5% in der Höhe von netto € 37,8 Mio geschätzt. In dieser Summe sind die von der Stadtvertretung im Mai 2011 beschlossenen Kosten für die Erweiterungen der Tiefgarage und der öffentlichen Dachterrassengastronomie sowie die Kosten für den Umbau des Pädagogischen Förderzentrums enthalten. Die Grundlage für diesen Beschluss der Stadtvertretung bildet eine Gesamtnutzfläche von 6470 m² ohne Tiefgarage.
- Werden durch den Bau des Montforthauses andere wichtige Projekte dennoch umgesetzt?
Ja! Andere wichtige Projekte, wie die Sanierung des Schulzentrums Oberau, werden auf alle Fälle realisiert. Denn Feldkirch hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu einem modernen Schul- und Bildungszentrum entwickelt, dem mit 25 Schulen Bedeutung für die gesamte Region zukommt.
"In jedem Fall", so Bürgermeister Berchtold, "wird die Sanierung des Schulzentrums Oberau Vorrang vor dem Neubau des Montforthauses haben. Das SZO ist seit 2010 in Bau und bis 2012 grundlegend saniert. http://feldkirch.at/rathaus/hoch-und-tiefbau/hochbauprojekte/sanierung-und-erweiterung-schulzentrum-oberau
Bauphase:
- Wie tief wird der Aushub werden?
Der Aushub wird circa sieben bis zehn Meter werden. Alle anderen Fragen können erst mit der beauftragten Baufirma beantworten werden.
- Was geschieht bei eventuellen historischen Funden?
Die archäologischen Befunde haben bereits 2011 begonnen und werden 2012 fortgesetzt.
- Wie sieht die Lösung der Tiefgaragen aus?
Wurde eine Verbindung der Tiefgaragen Montforthaus und Illpark geprüft? Mangels Interesse des benachbarten Tiefgaragenbetreibers wird eine gemeinsame Tiefgaragenerschließung nicht mehr weiter verfolgt. Die Schwierigkeit liegt darin, dass der Oberwasserkanal unterquert werden müsste. Mit der Stilllegung des Kanals währende der Bauzeit wären allerdings erhebliche Einnahmen-Ausfälle bei den beiden Kraftwerken Hämmerle und Mühletor verbunden.
- Wie sieht das Energiekonzept des Montforthauses aus?
Mit dieser Frage beschäftigen sich die entsprechenden Fachplaner. Nahwärme und Abwärme des Grundwassers oder des Kanals könnten genutzt werden.
Konzeption und Gestaltung:
- Wird das neue Montforthaus behinderten- und altengerecht gebaut?
Selbstverständlich wird das Montforthaus alle Anforderungen einer behindertengerechten und vor allem barrierefreien Erschließung erfüllen. Um diesen Anspruch zu gewährleisten, sind Behindertenverbände eingeladen, sich in die Planung miteinzubringen. Auch die Seniorenverbände sind fortlaufend in die Planungen eingebunden.
Sicher ist, dass alle Räume barrierefrei zugänglich sein werden. Darüber hinaus soll nach weiteren Komfortmöglichkeiten für behinderte oder auch ältere Menschen gesucht werden.
- Wie erfolgt die Zufahrt von Sattelschleppern und deren Entladung?
Die Zufahrt soll über den Gymnasiumhof erfolgen. Die Ladetätigkeit wird jedoch ausschließlich im Haus stattfinden, damit die Lärmbelästigung für die Anrainer so minimal wie möglich ist. Ein großer Lastenlift wird den Entladeraum mit der Hinterbühne verbinden.
Die genauen Planungen zur Zufahrt folgen noch. Es sollen aber maximal 10 große Sattelschlepper pro Jahr (nur bei großen Tourneen wie z. Bsp. EAV) zum Montforthaus zufahren.
- Mit welchen Materialien wird die Fassade gestaltet?
Im Prozess des Neubaus wird über verschiedene Materialien diskutiert. Klar formuliert ist jedoch das Ziel: Das Montforthaus soll eine möglichst dauerhafte Oberfläche erhalten. Dies kann zum Beispiel mit Naturstein erreicht werden. Die Planungen dazu sind im Laufen. Musterflächen werden aufgestellt.
- Inwieweit ist die Nutzung der geplanten Räumlichkeiten bereits definiert?
Gibt es Gruppenräume, die bei Veranstaltungen im großen Saal dazu genutzt werden können? Durch die multifunktionale Konzipierung des Hauses wird es in Zukunft möglich sein, bis zu fünf Seminarräume zu benutzen.
Bei Kongressen (z.B. Medizinkongressen) wird ein Vortragssaal in Kombination mit Ausstellungsflächen benötigt. Bietet das neue Montforthaus diesbezüglich bessere Voraussetzungen als das bestehende Haus?
Das Foyer des neuen Hauses ist cirka doppelt so groß wie das Bestehende. Indem einige Bereiche des Hauses mit flexiblen Elementen ausgestattet sein werden, stehen zusätzliche Ausstellungsflächen zur Verfügung.
Wie viel Ausstellungsfläche steht für Messen zur Verfügung? Im neuen Haus können deutlich mehr Flächen angeboten werden, weil die Räume variabel nutzbar sind und das Foyer, wie bereits erwähnt, wesentlich großzügiger gestaltet wird. Für Messen und Vorträge stehen 10 bis 20 Prozent mehr Fläche als heute zur Verfügung, die zudem besser angeordnet ist.
- Gibt es weitere Informationen zum Montforthaus?
Seit Ende 2011 dient ein umgebauter Schiffscontainer als Infobox zum neuen Montforthaus der Montfortainer steht zuerst in unmittelbarer Nähe zum Montforthaus und in weiterer Folge wird er an verschiedenen Standorten innerhalb und außerhalb der Stadt Feldkirch, Werbung für das neue Kultur- und Kongresszentrum machen.

